Supervision
Was ist Supervision?
Supervision (von lateinisch super = über und visio = Sehen/Blicken, also „Überblick“) ist eine professionelle Methode der Beratung und Begleitung. Sie wird vor allem im beruflichen Kontext genutzt, um das eigene Handeln zu reflektieren, die Zusammenarbeit im Team zu verbessern und schwierige Arbeitssituationen zu meistern.
Man kann sich Supervision wie einen „Blick von oben“ auf die eigene Arbeit vorstellen, der dabei hilft, den Fokus wiederzuerlangen.
Die drei Hauptformen der Supervision
Je nachdem, wer Unterstützung sucht, unterscheidet man verschiedene Formen:
- Einzelsupervision: Ein Supervisor arbeitet mit einer einzelnen Person. Hier geht es oft um die persönliche berufliche Entwicklung, Konflikte mit Kollegen oder die Bewältigung von Stress.
- Teamsupervision: Ein festes Team, das im Alltag zusammenarbeitet, nutzt die Supervision, um die Kommunikation zu verbessern, Konflikte zu lösen oder Arbeitsabläufe zu optimieren.
- Gruppensupervision: Personen aus ähnlichen Berufen (aber aus unterschiedlichen Organisationen) kommen zusammen. Sie bringen eigene Fälle aus ihrer Praxis mit und lernen durch den Austausch und die Perspektiven der anderen.
Typische Ziele
Supervision ist keine Therapie und auch kein reines Fachcoaching. Es geht vielmehr darum, die Reflexionsfähigkeit zu stärken. Die wichtigsten Ziele sind:
- Entlastung: Frust, Stress oder emotionale Belastungen aus dem Job (z. B. in Pflege- oder Lehrberufen) abzubauen.
- Qualitätssicherung: Die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen und zu verbessern.
- Konfliktlösung: Missverständnisse oder Blockaden im Team konstruktiv zu klären.
- Burnout-Prophylaxe: Rechtzeitig zu erkennen, wenn die Belastung zu hoch wird, und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Supervision unterliegt in der Regel der Schweigepflicht. Alles, was besprochen wird, bleibt im Raum, damit die Teilnehmenden offen und ehrlich über ihre Herausforderungen sprechen können.
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Dr. Simone Waplinger Kontakt Impressum Datenschutz |
